Einsamsein - Eine Befreiungsgeschichte
Der Kampf gegen vererbte Vereinsamung.
Der Autor war als Journalist bei großen deutschen Printmedien tätig und berichtet autobiographisch von seinem Leben und Leiden in den letzten Jahren. Schon kurz vor der Corona-Zeit war er psychisch und körperlich am Ende. Er vegetierte ohne Job und fast ohne Sozialkontakte in einer vermüllten Dachgeschosswohnung. Drogen- und Medikamentenmissbrauch prägten schon lange sein Leben. Sein Vater hatte bereits vor Jahrzehnten Selbstmord begangen und seine Mutter lud ihn 2019 in die Schweiz zu ihrem assistierten Suizid ein. Sie hatte ihrem Sohn eine Einsamkeit, die besonders durch die Motive Status und Prestige gespeist wurde, vorgelebt. So zieht auch er sich zurück, bis es nicht mehr geht. Psychiatrie-Erfahrungen folgen. Menschen, die wirklich an ihm interessiert sind, helfen ihm, langsam aus der Krise zu kommen. Haas schildert all dies in schonungsloser Offenheit. Sein großes sprachliches Talent macht den beeindruckenden Text sehr gut lesbar.
Eher leicht verpackte schwere Kost für alle, die an dem gesellschaftlich drängenden Thema interessiert sind.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Tobias Behnen
| Preis | geb.: 22,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Verlag | Goldmann |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 221 Seiten |
| ISBN | 978-3-442-30233-8 |
| Signatur | Bb / Fd |
| Schlagworte | Einsamkeit / Familie / Psychiatrie / Drogen |