Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Über eine Frau zwischen Wahrheit und Inszenierung.
Juno führt ein Doppelleben: nachts, wenn sie wieder nicht schlafen kann chattet sie mit Männern im Internet, die ihr die große Liebe versprechen. Wohlwissend, dass diese Männer nur ihr Geld wollen. Das macht Juno aber nichts aus, da sie auch eine eigene Wahrheit erfindet. Tagsüber pflegt sie ihren bettlägrigen Mann Jupiter, geht ihrer Performancekunst nach und sinniert über das Leben als Frau in den Fünfzigern. Doch dann entspinnt sich aus einer dieser nächtlichen Unterhaltungen im Internet eine Art Freundschaft mit einem jungen Mann aus Nigeria: Benu. Was als leichtes Spiel zur Ablenkung beginnt wird zu einer heimlichen, nächtlichen Flucht in ein anderes Leben mit intensiven Gesprächen über Träume, Einsamkeit und Überleben. Ein bemerkenswerter, leiser und humorvoller Roman der lange nachklingt und durch die autobiografischen Parallelen zur Autorin Martina Hefter an weiterer Tiefe gewinnt. Sie zeichnet ein ausdrucksstarkes Portrait einer zähen, poetischen und suchenden Frau und ihren Umgang mit all den Hindernissen, Sehnsüchten und Kämpfen ihres Lebens.
Als Gewinner des Deutschen Buchpreises 2024 eignet sich dieses Buch für alle an zeitgenössischer Literatur interessierten Leser*innen und Lesekreise.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Susanne Hartmaier
| Preis | kt.: 14,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Verlag | Penguin TB |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 222 Seiten |
| ISBN | 978-3-328-11344-7 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | Frauen / Krankheit / Gesellschaft |