Rift
Mit fünfzehn Dollar Tagesbudget erfüllen sich zwei Geschwister im Angesicht des Todes einen Traum. Eine letzte Reise zum Meer.
Zuzanna und Janko fliegen nach New York, um von dort zu einem Roadtrip der besonderen Art aufzubrechen. Die Schwester kümmert sich schon lange um den von Krankheit gezeichneten Bruder. Einen letzten Traum verfolgen sie: einmal die USA durchqueren, um den Pazifik zu sehen. Einmal noch in die Weite schauen, während sich ihr innerer Spielraum mehr und mehr zuzieht. Sie treffen unterwegs hilfsbereite Leute, bekommen ein Auto überlassen und finden vorübergehende Herbergen. In einer filmreifen Szene finden sie einen Haufen Geldscheine in einer Matratze in irgendeinem Motel. Ein solches Märchen brauchen sie, um dem Ziel näherzukommen. Die Geologin Zuzanna kennt sich mit Eruptionen in den Tiefen der Erde aus. Sie weiß, welche Gefahren unter ihnen lauern, wenn große Gesteinsplatten gegeneinander stoßen und sich Energie entlädt. Ein Rift, ein langgezogener Graben in der Erdkruste, kann Menschen, Tiere, Pflanzen, Autos, alles verschlingen. Auf dieser Tour durch Nordamerika liegen Kindheitstraum und Untergangsszenario gefährlich dicht beieinander. Doch das Ziel rückt in erreichbare Nähe ...
Zwei Geschwister wissen schmerzlich um die drohende Endlichkeit des Lebens. Das schärft ihre Sinne durch sich wechselnde Landschaften und legt auch Träume von Leser*innen frei.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Christine Behler
| Preis | geb.: 24,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | Steidl |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 156 Seiten |
| ISBN | 978-3-96999-492-4 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | Krankheit / Lebenstraum / Tod / Geschwisterliebe |