Im Land der Vergessenen
Geschichten von Frauen aus Iran und Afghanistan.
In ihrem Vorwort schreibt die iranische Autorin mit afghanischen Wurzeln, dass sie mit ihren Geschichten den Frauen eine Stimme verleihen möchte. Denn Frauen „können alles Mögliche bekommen, nur ihre Würde nicht und keinen Respekt“. Dieses Buch ist aus sehr persönlichen Erzählungen und auch Erfahrungen in vierzig Jahren Leben im Iran hervorgegangen. Sie berichtet von ihrer eigenen Familie, vom frühen Tod des Vaters, von Mahboubeh, die als Kommunistin galt und von der eigenen Schwiegermutter mit Hass verfolgt wurde und schließlich einen grauenvollen Tod sterben musste. Sie erzählt auch von ihrem Verlobten, ihrer ersten großen Liebe, der getötet wurde, und von dessen Mutter, die von ihrem Mann für den Tod des Sohnes verantwortlich gemacht und deshalb von ihm gefoltert wird. Ihre Tante Anar hat in Kabul studiert, geht dann mit ihrem Mann nach England, um nach dreißig Jahren in die Heimat zurückzukehren, wo auch sie schließlich aus nichtigen Gründen der Folter unterworfen wird.
Sehr bewegende und bedrückende Geschichten von einer „der wichtigsten literarischen Stimmen Irans“.
Bewertung: 2/3
Rezension von: Cornelia von Forstner
| Preis | geb.: 22,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | Luchterhand |
| Originalsprache | Persisch |
| Übersetzer:in | Nuschin Maryam Mameghanian-Prenzlow |
| Seitenzahl | 186 Seiten |
| ISBN | 978-3-630-87781-5 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | Frauen / Iran / Afghanistan / Unterdrückung |