Lázár
Roman über die Entwicklung einer ungarischen Adelsfamilie durch die Zeit der zwei Weltkriege.
Nelio Biedermann nimmt uns hinein in die Innen- und Außenwelten der Familienmitglieder Lázár, einer ungarischen Adelsfamilie, deren Erzählung ihren Anfang im Waldschloss der Familie zur Zeit der Habsburgermonarchie nimmt. Nach und nach lernen wir Figuren über drei Generationen hinweg kennen, anhand deren Leben sich die politischen Entwicklungen zeigen.
Es gibt in diesem Buch fast alles: Begehren, Liebe, Vergewaltigung, Schweigen, Verdrängen, Krieg, Tod und Mord, Sucht, Gewalt, Schuld und Kollaboration, Wahnsinn, Flucht, Kälte und Wärme, Referenzen auf große Schriftsteller*innen, Metafragen zum Schreiben und zur Kunst, Andeutungen und Eindeutigkeiten. Nelio Biedermann schafft mit seiner Sprache eine einmalige Atmosphäre, in der diese großen Themen Platz haben und für die Lesenden greif- und fühlbar werden. Am offenen Ende angelangt, möchte man unbedingt wissen, wie es weiter geht.
Für diejenigen, die sich für Geschichte in literarischer Form interessieren und sich von Sprache verzaubern lassen mögen.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Jule Zemke
| Preis | geb.: 24,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | Rowohlt Berlin |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 330 Seiten |
| ISBN | 978-3-7371-0226-1 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | Geschichte / Familiengeschichte / Weltkriege / Flucht |