Liebe Wilhelmine oder: Plädoyer fürs Kinderkriegen in der Klimakrise
Sollte man noch Kinder in diese Welt setzen?
Wir leben in einer Zeit der Polarisierung. Das Motto „Leben und leben lassen“ scheint nicht mehr en vogue angesichts der drohenden Klimakrise und der medialen Informationsflut, die uns Angst macht und lähmt. War es vor wenigen Jahrzehnten noch das normalste der Welt, Kinder zu bekommen, so muss man heute auch diese - im übrigen sehr persönliche - Entscheidung rechtfertigen. Denn heute scheint es vor allem wichtig, das Richtige zu tun. Nur das das nicht für jeden dasselbe ist ... Journalistin Marisa Becker, selbst Mutter, setzt sich in ihrem Essay vehement dafür ein, dass Kinder gerade angesichts der Klimakrise eine große Chance seien. Die Argumentation das Kinder per se aufgrund ihres CO2 Abdruckes eine Klimasünde sind, entlarvt sie ebenso wie das „Märchen der Überbevölkerung“, denn sinkende Geburtenraten seien ein globaler Trend. Sie plädiert dafür, Druck auf die Systeme zu machen, anstatt sich untereinander den schwarzen Peter zuzuschieben, denn Individuen allein können die Emissionen nicht spürbar senken, (wenn überhaupt, dann Superreiche mit Luxus-Lifestyle) Kinder aufzuklären und klimabewusst zu erziehen sieht sie als den Gamechanger für die Zukunft. Und man möchte mit ihr daran glauben und mutig sein.
Für alle, die spüren, das Kinderkriegen heute politisch ist.
Bewertung: 2/3
Rezension von: Marie Varela
| Preis | geb.: 20,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Verlag | Kjona |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 108 Seiten |
| ISBN | 978-3-910372-71-9 |
| Signatur | Se |
| Schlagworte | Kinderwunsch / Klimakrise / Elternschaft / Zukunft |