Mirabelka - Ein Mirabellenbaum erzählt Geschichte

Hg. von Sabine Koller. Cesary Harasimowicz. Ill. von Marta Kurczewska

Kinderbuch über die Geschichte Warschaus im 20. Jahrhundert - erzählt aus der Sicht von Mirabellenbäumen.

Ein noch junger Mirabellenbaum steht im jüdischen Viertel in Warschau, nah neben seiner „Mutter". Mirabelka, so heißt sie, teilt gerne ihre Früchte und ebenso das bunte Leben der Menschen im Viertel und lernt ihre Traditionen und Überzeugungen kennen. Sie und ihre Nachkommen bleiben den Familien der Menschen aus dem Viertel verbunden - durch die Zeiten des Krieges, des Warschauer Ghettos und des Aufstandes, durch die neue Zeit nach dem Krieg, die auch nicht frei ist von Gewalt und Ausgrenzung. Eine Mirabelka begleitet eine Familie nach Amerika und kehrt schließlich als Trieb wieder nach Warschau zurück, als blühendes und lebendiges Zeichen der Hoffnung und der Erinnerung an alle, die dort lebten und handelten.
Mirabelka erzählt in großen Zügen und, was die Verfolgungen anbelangt, eher verhalten und andeutungsweise und mitunter sehr aus dem Augenblick und der Perspektive des Baumes heraus. Das verleiht dem Verlauf der Erzählung eine gewisse Brüchigkeit - das Buch ist weniger als ein Roman zu lesen als vielmehr als ein Zeugnis und Beitrag für Erinnerungskultur.
 

Was ein Baum erzählen kann - dieses Buch kann in Schule und Gemeinde gut im Rahmen von Erinnerungskultur und der Auseinandersetzung mit Judenverfolgung und Shoah eingebracht werden.

 

Bewertung: 2/3 

Rezension von:  Anne Rank


Altersempfehlungab 8 Jahren
Preisgeb.: 18,00 EUR
Erscheinungsjahr2025
OriginalsprachePolnisch
Übersetzer:inAlexandra Wolfinger
VerlagAriella
Seitenzahl255 S.
ISBN978-3-945530-54-2
SignaturJu 2
SchlagworteWarschauer Ghetto / Shoa / Jüdisches Leben