Moscow Mule

Maya Rosa

Moskau durch die Augen einer Streunerin und eine ebenso kluge wie witzige Beschreibung der russischen Gesellschaft.

Moskau Anfang der 2000er Jahre. Ohne wirkliches Zuhause pendelt Karina zwischen Vorort und Zentrum und hält sich mit einer Mischung aus Ehrgeiz, Leichtsinn und glücklichen Zufällen prekär über Wasser. Mit ihrer besten Freundin Tonya teilt sie Nudeln aus dem Wasserkocher, die letzten Münzen und die vage Hoffnung, irgendwo im Ausland ein Leben ohne staatliche Repression zu führen. Als sich Karina tatsächlich die Möglichkeit bietet, nach Berlin zu gehen, stellt dies ihre Freundschaft jedoch auf die Probe.
Maya Rosa erzählt die Geschichte in einzelnen Episoden und Rückblicken, jede Anekdote ist ein anderes kleines Fenster in die russische Gesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Sie verwebt Alltagsbeobachtungen mit klarer Beschreibung der sozialen Umstände, und das jugendliche Suchen mit dem Politischen. Bei aller Melancholie und Prekarität der Heldin ist der Ton des Romans jedoch ein leichter, hoffnungsfroher, und verfügt über einen ganz eigenen Humor.


Für alle, die sich für junge russischstämmige Erzählerinnen interessieren, sowie für alle, die Stadtbeschreibungen von unten lieben. 

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:  Melanie Krause


Preisgeb.: 24,00 €
Erscheinungsjahr2025
VerlagPenguin
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
Seitenzahl317 Seiten
ISBN978-3-328-60394-8
SignaturSL
SchlagworteRussland / Jugend / Frauenfreundschaft / Alltag