Mutig sein
Biographische Selbstbeschreibung der US-amerikanischen Bischöfin Budde, die von D. Trump ein Erbarmen für alle einforderte.
Die Bischöfin von Washington, Mariann Edgar Budde, redete Donald Trump einen Tag nach seiner 2. Amtseinführung ins Gewissen. Sie stellte sich gegen die Kultur des Verachtens aller, die nicht dem Weltbild des „Make-Amerika-Great“ entsprechen. Das vorliegende Buch wurde bereits 2023 in den USA, u.a. auch als Reaktion auf die Entfernung der Demonstranten der Black-Live-Matter-Bewegung vor der Episcopal Church 2020, veröffentlicht, wo sich Trump mit einer Bibel fototografieren lassen wollte, die neue Predigt von 2025 wurde ergänzt. Das Buch ist sehr persönlich gehalten, Budde kommt aus schwierigen Familienverhältnissen, sie hat ihr Leben in die eigene Hand genommen. Der Glaube war ihr dabei wichtig, theologische Auslegungen gehören mit zur Biografie. Sie beschreibt „wie mutig sein“, sie in ihrem Leben weiter entwickelt hat, auch wenn es schmerzhaft war. Als Mutter hatte sie auch das Gefühl, Anschluss an die Welt zu verlieren. Sie ist inzwischen zur „Zielscheibe“ von Amerikas Rechten geworden.
Der amerikanische Stil ist zuweilen etwas kitschig, trotzdem ist das Buch eine notwendige Mahnung für uns alle, eine Schrift gegen die Kultur der Verachtung, auch schon für kleine Büchereien.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Martin Ertz-Schander
| Preis | geb.: 23,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | S. Fischer |
| Originalsprache | englisch |
| Übersetzer:in | Anja Lerz, Oliver Lingner, Elsbeth Ranke u. Karin Schuler |
| Seitenzahl | 270 Seiten |
| ISBN | 978-3-10-397735-6 |
| Signatur | Bb / Co |
| Schlagworte | Bischöfin Budde / USA / Amerikanische Rechte / Mut |