Nichts wie weg
Eine Konditorin aus Wien verliert ihren Geschmacksinn und trifft auf einen anständigen Geldfälscher aus Finnland.
Vera betreibt mit ihren raffinierten Rezepturen eine gut gehende Konditorei in Wien. Aber als sie ihren Geschmackssinn verliert und entdeckt, dass ihr Mann sie mit ihrer engsten Freundin betrügt, scheint sie am Tiefpunkt ihres Lebens angekommen zu sein. An diesem Tag begegnet sie Onni, einem begnadeten Stahlstecher, der 10 Jahre wegen Geldfälschung in einem finnischen Gefängnis saß, weil zwei albanische Mafiosi ihn und seinen Ziehvater bestohlen und verraten hatten. Onni will von ihnen das gestohlene Falschgeld zurückbekommen, nicht um es zu verbreiten, sondern weil ihm bei dieser Serie ein Nummerierungsfehler unterlaufen ist, was ihn in seiner Ehre kränkt. Daraus entwickelt sich eine Art "Roadmovie", ein bisschen wie "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand", angereichert mit vielen treffsicheren Beschreibungen – z. B. Backen nach Rezept ist wie Malen nach Zahlen – und Bezügen zu Denkern wie Einstein. Insbesondere kann man sich an den lautmalerischen finnischen Wörtern erfreuen wie "kassakaappi" für Tresor und "musta raha" für Schwarzgeld.
Leichte, aber nicht platte Lektüre!
Bewertung: 3/3
Rezension von: Ruth Titz-Weider
| Preis | geb.: 24,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | Picus |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 251 Seiten |
| ISBN | 978-3-7117-2161-7 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | Finnland / Backen / Roadmovie |