Ökorassismus - Wie Weiße unsere Welt zerstören

Ciani-Sophia Hoeder

Beherzt, klar und unmissverständlich. Die andere Seite der Wohlstandsökologie, die ihren Rassismus nicht abgelegt hat.

„Ich habe dieses Buch geschrieben, weil ich wütend bin.“ 
Dennoch betreibt die Autorin keine blindwütige Abrechnung mit der weißen Wohlstandsgesellschaft. Sie zeigt sehend die Missstände des westlichen Ökologieverständnisses auf, das sich zutiefst rassistisch darstellt. Eindeutig positioniert, wird hier nicht polarisiert. Was gesagt werden muss, wird geschrieben. An Beispielen wird aufgezeigt, wie blind die westliche Welt für die ökologischen Schäden ist, die sie aus materiellen und machtorientierten Motiven verschuldet hat und, weil sie viele Menschen und den afrikanischen Kontinent als „WARE“ behandelt hat.
Es macht keinen Spaß dieses Buch zu lesen. Es ist eine Schuldoffenbarung, für die man sich schon politisch und menschlich reichlich blind stellen muss, wenn man sie leugnen will. Akzeptiert man diese Schuld aber und entwickelt ein Bewusstsein für die begangenen Verletzungen und Ungerechtigkeiten, dann kann eine Kraft entstehen, die heilt. So das bemerkenswerte Plädoyer der Autorin. 


Bitte anschaffen! 

 

Bewertung: 2/3   

Rezension von:   Dirk Purz


Preisgeb.: 19,00 €
Erscheinungsjahr2025
Verlaghanserblau
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
Seitenzahl154 Seiten
ISBN978-3-446-28430-2
SignaturSe
SchlagworteWohlstandsgesellschaft / Rassismus / Ökologie