Oma verbuddeln

Birgit Schössow

Drei Geschwister, viel Gesterbe und ein spektakuläres Happy End.

Vorab: Es wird viel gestorben in diesem Buch. Erst trifft es die Eltern, dann die Katze und schließlich die Oma. Drei Geschwister müssen da durch, verbuddeln die Oma im Garten und versorgen sich erstmal selbst.
Wer jetzt nicht die Augen verdreht hat aufgrund der Unwahrscheinlichkeit der Ereignisse und auch keine Schnappatmung bekommen hat wegen der möglichen Überforderung sensibler Kinder – dem rate ich, das Buch zu lesen, denn es ist gut.
Ich-Erzähler Paul und seine Schwestern leben glücklich mit ihren Eltern in Hamburg. Bei einer Datenight werden diese aber überfahren und sterben. Die Kinder kommen zu einer Oma, die sie vorher nicht kannten. In ein Kuhkaff. Das aber erstaunlich schön ist. Eine Katze gibt es auch, die ihnen beim Trauern hilft – bis sie stirbt. Am Alter. Auch dieser Tod wird gründlich beweint, die Katze beerdigt, das Leben geht weiter. Doch dann passiert das Unfassbare: Auch die Oma stirbt. Das Leben nach ihrem Tod hat sie für die Kinder gründlich geplant: Sie sollen weiter im Kuhkaff leben und nicht getrennt in Pflegefamilien landen. Wie das aber klappt ist eine Geschichte, die ihr euch von Paul selbst erzählen lassen solltet.

Lakonisch erzählte Waisenkindergeschichte über Resilienz, Selbstwirksamkeit und das Weiterleben nach lebensverändernden Verlusten. Abenteuerlich. Und mutig, Hut ab vor dem Verlag! 
 

Bewertung: 3/3 

Rezension von: Wiebke Mandalka


Altersempfehlungab 10 Jahren
Preisgeb.: 15,00 EUR
Erscheinungsjahr2024
Originalsprachedeutsch
Übersetzer:in--
VerlagPeter Hammer Verl.
Seitenzahl222 S.
ISBN978-3-7795-0747-5
SignaturJu 2
SchlagworteTod / Trauer / Resilienz / Selbstwirksamkeit