Onigiri

Yuko Kuhn

Eine Mutter-Tochter-Reise in eine japanische Vergangenheit.

Aki reist mit ihrer dementen Mutter Keiko in deren Heimat nach Japan. Die Großmutter war gestorben. Es ist eine schwierige Reise, Keiko erkennt manchmal selbst Aki nicht mehr. Doch die Tochter erlebt auch eine lebenshungrige und lustige Frau, die Keiko einmal war, bevor sie in den 1980er Jahren nach Deutschland ging und eine unglückliche Ehe ihr Schicksal bestimmte. Yuko Kuhn erzählt eine faszinierende Geschichte einer deutsch-japanischen Familie; beschreibt den großbürgerlichen, geordneten Haushalt der deutschen Großeltern und das dagegen wie improvisiert wirkende Leben ihrer Mutter. Deutsche Strenge und japanische Zurückhaltung treffen aufeinander. Der autobiographisch inspirierte Debütroman  trägt den Namen eines Reisgerichtes im Titel. Ein Gericht, das ihre Mutter Aki auch ins Krankenhaus brachte, nachdem ihr Kind geboren war - eine zärtliche Erinnerung Akis an glückliche Tage. Eine Miniatur nach der anderen aus dem Alltag der deutschen und der japanischen Tradition der Familie werden hier aneinandergereiht.
 

Eine zarte, leise, wunderschöne Familiengeschichte, die ganz viele Leser*innen verdient hat.

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:   Christiane Spary


Preisgeb.: 23,00 €
Erscheinungsjahr2025
VerlagHanser Berlin
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
Seitenzahl207 Seiten
ISBN978-3-446-28311-4
SignaturSL
SchlagworteKulturen / Familie / Japan / Demenz