Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank
Ein berührendes Bilderbuch über Demenz, das kindgerecht erklärt, wie Erinnerungen schwinden und Nähe bleibt
Benny liebt seinen Opa. Jede Woche besucht er ihn, immer mittwochs. Dann spielen sie zusammen, singen oder veranstalten ein Süßigkeiten-Wettessen. Doch diesmal ist etwas anders, das merkt Benny schnell, spätestens, als er die Turnschuhe vom alten Bären im Kühlschrank entdeckt. Opa verwechselt Wochentage, sucht nach Worten und isst alle Gummibären auf einmal. „Ungewöhnlich“, denkt Benny und spürt, dass mehr dahintersteckt. Behutsam erzählt das Buch von den ersten Anzeichen einer Demenz und davon, wie verunsichernd diese Veränderungen für beide sind. Besonders berührend ist der Moment, in dem Benny ausspricht, was er ahnt: „Du, Opa, ich glaube, du bist dement.“ Statt auszuweichen, bleibt er, erklärt, begleitet und hält aus. So entsteht eine leise, ehrliche Geschichte über das Vergessen und das, was bleibt: Nähe, Vertrauen und das Versprechen, füreinander da zu sein. Ein starkes Bilderbuch, das ein schweres Thema kindgerecht und zugleich tiefgehend zugänglich macht.
Einfühlsames Bilderbuch über Demenz, Verlust und Zusammenhalt. Kindgerecht erzählt, regt es zum Gespräch an. Geeignet ab ca. 5 Jahren für Familie, Kita und Grundschule.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Jennifer-Christin Hein
| Altersempfehlung | ab 5 Jahren |
| Preis | geb.: 15,00 EUR |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Verlag | Oetinger |
| Seitenzahl | O. Pag. |
| ISBN | 978-3-7512-0819-2 |
| Signatur | Jm 1 |
| Schlagworte | Demenz / Verlust / Pflegende Angehörige / Familie |