Riot Girl - Ein Fall für Obalski

Susanne Kaiser

Ein spannender Kriminalroman über weibliche Selbstbehauptung, Machtstrukturen und moralische Grauzonen.

In Deutschland eskaliert die Auseinandersetzung mit jungen Aktivistinnen, die sich gegen Gewalt an Mädchen und Frauen richten. Das LKA schickt Kommisarin Obalski undercover ins Münchner Jugendamt, um hinter die Methoden und Ziele dieser Bewegung zu schauen. Obalski besitzt die besondere Fähigkeit, Menschen und ihre Verhaltensweisen zu lesen. Das ist zwar ein Vorteil, doch mit diesem Auftrag gerät sie auch in ein moralisches Dilemma: Was, wenn hinter den sichtbaren Protesten mehr steckt als bloßer Aktivismus? Bald offenbart sich, dass die Angelegenheit weitaus brutaler ist, als zunächst angenommen, da eine Leiche in der Isar gefunden wird und nicht mehr klar ist, wer eigentlich Täter und wer Opfer ist.
Der Plot ist engagiert und gesellschaftspolitisch relevant, er beleuchtet Machtverhältnisse und Gewalt sowie die Grenze von Protest und Eskalation. Manche Passagen könnten straffer sein, doch insgesamt hinterlässt das Buch mit den aktuellen Themen einen bleibenden Eindruck.
 

Geeignet für Bibliotheken mit Fokus auf aktuelle Kriminalliteratur sowie für Leser*innen gesellschaftskritischer Spannung mit feministischer Thematik.

 

Bewertung: 2/3   

Rezension von:  Anna-Michal Hanebrink


Preisgeb.: 24,00 €
Erscheinungsjahr2025
VerlagWunderlich
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
Seitenzahl408 Seiten
ISBN978-3-8052-0116-2
SignaturSL
SchlagworteUndercover-Ermittlung / Aktivismus / Feminismus / Gesellschaftskritik