See der Schöpfung

Rachel Kushner

Was verbindet Neandertaler, Umweltaktivisten und eine Undercoveragentin?

Die amerikanische Undercoveragentin Sadie, oder wie auch immer sie gerade heißt, hat ihren Job beim Staat verloren und arbeitet jetzt für einen privaten Auftraggeber der französischen Industrie. Sie soll Umweltaktivisten ausspionieren, die eventuell einen Anschlag auf ein Großprojekt planen. Um an den Anführer der Gruppe zu kommen, beginnt sie eine Liaison mit dessen altem Freund Lucien. Gefühlskalt, zielstrebig und umsichtig verfolgt sie ihren Plan. Ein wirklicher Spionageroman also – wenn da nicht noch die Mails von Bruno an die Gruppe wären, die sie mitliest: Bruno, ein alter Linker, Vorbild für viele, hat sich in eine Höhle zurückgezogen, erforscht das Leben der Neandertaler, weil er es als mögliche Rettung der Erde vor ihrer endgültigen Zerstörung begreift. Seine Intelligenz, seine umfassenden Fragen an die Menschheit beginnen sie zu beeindrucken. Kushner gelingt es in diesem Roman, viele Fragen an unsere Gegenwart zu thematisieren, sie aber auch in die Tiefe hinein auszuloten.
 

Ein intelligenter, interessanter Lesestoff, spannend geschrieben, für ein breites Publikum empfohlen! 

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:  Angelika Barth


Preisgeb.: 26,00 €
Erscheinungsjahr2025
VerlagRowohlt
OriginalspracheEnglisch
Übersetzer:inBettina Abarbanell
Seitenzahl472 Seiten
ISBN978-3-498-00241-1
SignaturSL
SchlagworteSpionageroman / Umweltzerstörung / Frühgeschichte