Sprechen
Ein erhellender, berührender Essay über Sprache und Identität.
Sprechen. Was für die einen ein harmloser und selbstverständlicher Akt ist, war für Autorin Daniela Dröscher lange Jahre ein einziges Minenfeld. Zu viele Fehler konnte sie beim Sprechen machen, denn mit Sprache demonstrieren wir immer auch Zugehörigkeit. Dröscher begibt sich auf eine sehr persönliche Spurensuche und lädt Leser:innen dazu ein, einmal bei sich zu zu schauen: Was habe ich eigentlich über das Sprechen gelernt während meines eigenen Heranwachsens? Sie selbst fühlte sich in ihrer Kindheit gespalten durch den pfälzischen Dialekt ihres Heimatdorfes und das Hochdeutsch, das sie mit ihrer Mutter sprach. Es ist vor allem auch die „soziale Grammatik“, die ihr, die aus dem Arbeitermilieu stammt, besonders zu schaffen macht und sie später in Seminaren an der Uni teilweise gänzlich verstummen lässt. Heute ist Dröscher Bestsellerautorin und hat sich ihren eigenen, besondern Umgang mit Sprache und Habitus erkämpft und füllt damit eine lange vorhandene Lücke im Literaturbetrieb. Ein Plädoyer dafür, Sprache verbindend und nicht trennend einzusetzen und einander in einer Haltung der Großzügigkeit zuzuhören. Eine so wichtige wie dringliche Botschaft.
Geeignet für Diskussionen zu Herkunft, Sozialisation und der Macht von Sprache.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Marie Varela
| Preis | geb.: 20,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Verlag | Hanser Berlin |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 108 Seiten |
| ISBN | 978-3-446-28585-9 |
| Signatur | Sb / Bb |
| Schlagworte | Herkunft / Klassismus / Sprache / Identität |