Sputnik

Christian Berkel

Sex, Drugs und Theater: das Aufwachsen eines späteren Schauspielers.

Oktober 1957: Der sowjetische Satellit Sputnik wird ins All geschossen. So bekommt der fast gleichzeitig in West-Berlin geborene Ich-Erzähler "Sputnik" als Spitznamen. Der Autor des autofiktionalen Romans, der bekannte deutsche Schauspieler und Sprecher, wurde so aber nie genannt. In seinem dritten Werk nach den ähnlich angelegten "Der Apfelbaum" (2018) und "Ada" (2020) zeichnet er vom Leben im Mutterleib bis zu den ersten Schauspielerfolgen eine Kindheit und Jugend nach, die von einer frühen Begeisterung für das Theater und auch für Frankreich, wo er sich als Schüler lange aufhält, geprägt ist. Zeittypisch reibt er sich an seinen Eltern und ihrer die Nazi- und Kriegszeit verdrängenden Täter- und Opfergeneration. Berkels Stil ist dynamisch. Die existenziellen Unsicherheiten eines Heranwachsenden, die Schritte in den Schauspielberuf, aber auch teils verstörende Erlebnisse, z.B. dessen sehr frühe Beziehungs- und Drogenerfahrungen, werden authentisch vermittelt.
 

Der Bekanntheitsgrad des Autors und die spannende Mischung zwischen Biographie und Fiktion wird für eine sehr gute Nachfrage einer breiten Zielgruppe sorgen.  

 

Bewertung: 2/3   

Rezension von:  Tobias Behnen


Preisgeb.: 26,00 €
Erscheinungsjahr2025
VerlagUllstein
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
Seitenzahl381 Seiten
ISBN978-3-550-20052-6
SignaturSL
SchlagworteComing-of-Age / Theater / Frankreich