Standing Ovations
Eine Kritik, eine Nacht, ein Skandal: Ohne einfache Antworten spinnt Runcie einen Roman über Feminismus und Cancel Culture.
Einmal im Jahr verwandelt sich Edinburgh ins Zentrum für Theater, Comedy und Kunst: Aus der ganzen Welt reisen Journalist*innen an, um beim Fringe Festival die nächsten „rising stars“ zu entdecken. Die junge Performerin Hayley Sinclair bekommt eine vernichtende Ein-Sterne-Kritik von Alex Lyons – demselben Kritiker, mit dem sie nach der Premiere eine Nacht verbringt, ohne dass er offenlegt, dass er einen Verriss über sie geschrieben hat. Diesen Verrat verarbeitet sie in ihrer neuen Show und rüttelt damit an ihrer Kunstform. Außerdem fangen plötzlich auch andere Frauen an, von ihren Erfahrungen mit Alex zu berichten … Erzählt wird aus der Perspektive von Alex‘ Kollegin Sophie, die innerlich zwischen persönlicher Loyalität und Gerechtigkeitsgefühl zerrissen ist. Hier ist nichts Schwarz-Weiß, nichts klar – und doch entschieden. „Standing Ovations“ ist ein kraftvoller, kluger Roman, der mit feministischer Schärfe und feinem Gespür für die brennenden Fragen unserer Zeit überzeugt.
Feministische Literatur.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Mara Becker
| Preis | geb.: 25,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | Piper |
| Originalsprache | Englisch |
| Übersetzer:in | Katharina Martl |
| Seitenzahl | 334 Seiten |
| ISBN | 978-3-492-07402-5 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | Debüt / Cancel Culture / Feminismus / Kunst |