Troja, später Nachmittag
Romanbiografie über Heinrich Schliemann
Dass Heinrich Schliemann (1822-1890) bei Ausgrabungen in der heutigen Türkei vermutlich auf das antike Troja gestoßen ist, ist bekannt, wie sein Lebensweg davor und danach verlief, aber weniger. Sander widmet sich dem Leben des Mecklenburgers mit vielen fiktionalen Elementen, oft in volkstümlich-lebensnaher Weise. Es beginnt mit Schliemanns Aufwachsen in einem Pfarrhaus in Ankershagen im jetzigen Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Seine Kindheit war geprägt vom trinkenden und prügelnden Vater. Später landete der Sprachbegabte in der Handelsbranche in den Niederlanden, von wo aus er nach Russland und später nach Amerika reiste. Er kam zu Reichtum und wurde zum Archäologie-Laienforscher, ab 1868 auch in Griechenland und dem Osmanischen Reich. Dort suchte er Relikte von Orten aus den Werken von Homer, für den er sich schon früh begeistert hatte. Der Autor schildert all dies fundiert und mit einem Fokus auf dem Menschen Schliemann und den Frauen in seinem Leben.
Ein zeitloses Werk, das unterhaltsam Wissen über einen Mann mit großem Tatendrang und über das Altertum vermittelt.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Tobias Behnen
| Preis | geb.: 24,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Verlag | Penguin |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 319 Seiten |
| ISBN | 978-3-328-60508-9 |
| Signatur | SL / Bb |
| Schlagworte | Mecklenburg / Ägäis / Homer |