Und das wäre erst der Anfang

Julia Sutter

Ein dichter Roman über Verlusterfahrung – sowohl im Privaten als auch im Globalen.

Krystina ist Mitte 20, schreibt gerade an ihrer Masterarbeit, hat einen liebevollen Partner und einen Job, der bedeutsam für sie ist. Doch ihr Leben gerät aus den Fugen, als ihre Mutter stirbt.
Ein Roman über den Umgang mit Verlusten. In Rückblenden in Krystinas Kindheit und Jugend und in der Gegenwart begleitet man Krystina dabei, wie sie versucht, ihre Rolle in ihrer Familie zu finden. Nach dem Tod ihrer Mutter kämpft sie darum, dass zumindest ihre drei Schwestern, ihr Vater und sie selbst einander nah bleiben. Doch sie kann nicht verhindern, dass alle ihren eigenen, sehr unterschiedlichen Leben nachgehen und sich dabei voneinander zu entfernen scheinen.
Parallel und fast schon allegorisch dazu erforscht sie den Waldbestand und dokumentiert das Sterben der Fichten. Auch hier: Sie kann nur dokumentieren, nicht aufhalten, was verloren ist. 
Die Hauptfigur kommt einem beim Lesen unglaublich nah. Dazu trägt auch die klare und dichte Sprache bei. Die Atmosphäre ist teilweise erdrückend – und doch ist es ein großer Gewinn, Krystinas Entwicklung zu folgen.


Wer sich gerne in literarisch hochwertige Romane vertieft und sich mit unterschiedlichen Arten und Verlusten auseinandersetzen will, wird hier gut fündig.

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:   Hannah Woernle


Preisgeb.: 26,00 €
Erscheinungsjahr2026
VerlagFrankfurter Verl. Anstalt
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
Seitenzahl378 Seiten
ISBN978-3-627-00346-3
SignaturSL
SchlagworteTrauer / Klimawandel / Verlust