... und mir bleibt der hässliche Hund
Nach einem Verlust verhilft ein Hund (und eine Therapie) einem Jugendlichen zurück ins Leben.
Felix (17) hat vor kurzem beide Eltern und seine jüngere Schwester verloren. Unfassbar. Allerdings nicht nur für ihn, sondern auch für Bolt, den Hund seiner Schwester. Bislang hatte Felix keine Beziehung zu ihm, nahm ihn und nimmt ihn nur als besonders hässlich wahr. Aber durch das traumatische Erlebnis wird ausgerechnet er zu seinem Rettungsanker. Felix möchte, dass es ihm gut geht und so suchen beide eine Therapeutin auf. Wohlweislich eine für Jugendliche. Und eben dort lernt Felix einen Jungen kennen, der ebenfalls in Therapie ist und so einiges in Felix‘ Leben mitträgt. Gemeinsam stellen sie sich ihren Panikattacken … Hörner illustriert gekonnt einen unvorstellbaren Verlust, durch den ein junger Mensch komplett aus seinem Leben gerissen wird. Ich-Erzähler Felix berichtet ungeschönt von seiner Depression, macht deutlich, wie sich Dunkelheit und Antriebslosigkeit anfühlen können. Allerdings lässt die Autorin ihren Helden dank Bolt (und therapeutischer Hilfe) nicht darin versinken. Ein klarer Blick auf beängstigende Gefühle, mit Lässigkeit und Leichtsinn beschrieben. Und mit einer heilenden ersten Liebe.
Feine Balance zwischen großer Trauer, Unsicherheit und Witz. Eher für Freunde und Angehörige als Betroffene.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Anna Winkler-Benders
| Altersempfehlung | ab 13 Jahren |
| Preis | kt.: 14,00 EUR |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Verlag | Thienemann |
| Seitenzahl | 255 S. |
| ISBN | 978-3-522-20401-9 |
| Signatur | Ju 3 |
| Schlagworte | Depression / Verlust / Panikattacken / Freundschaft |