Unter Wasser

Tara Menon

Eine junge Frau kämpft mit ihren Erinnerungen.

Marissa erlebt als Kind eine paradiesische Zeit in Thailand, wo ihr Vater als Meeresforscher arbeitet. Mit ihrer Freundin Arielle bewegt sie sich mühelos im Meer, schwimmt mit Mantarochen und kennt jede Pflanze im Wald beim Namen. Mit Gefahren im Meer wissen die Mädchen umzugehen. Doch eines Tages reißt eine Monsterwelle Arielle von ihrer Seite und bringt Tod und Verwüstung bis weit ins Hinterland. Marissa und ihr Vater überleben verletzt, aber Arielle bleibt verschwunden. Jahre später lebt Marissa in New York. Sie lässt sich treiben, gefangen in den Erinnerungen an ihre tote Freundin. Einem Hurrikan mit Starkregen setzt sie sich bewusst aus, um sich lebendig zu fühlen. Dabei entdeckt sie endlich, was ihr zur Heilung wirklich fehlt. Tara Menon ist ein fesselnder und mitreißender Debütroman gelungen, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Basierend auf Schilderungen der Tsunami-Katastrophe von 2004 zeigt sie am Beispiel von Marissa die Trauer und Schuldgefühle der Überlebenden und wie Heilung gelingen kann. Ihre Beschreibungen der Natur sind poetisch schön, aber auch drastisch in der Darstellung ihrer Gefahren. Ein Buch, das lange im Gedächtnis bleibt.
 

Für alle Bibliotheken bestens geeignet. 

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:   Claudia Puschmann


Preisgeb.: 23,00 €
Erscheinungsjahr2026
VerlagDuMont
OriginalspracheEnglisch
Übersetzer:inSimone Jakob
Seitenzahl206 Seiten
ISBN978-3-7558-0055-2
SignaturSL
SchlagworteTsunami / Traumabewältigung