Unter Wert
Emma Holten leiten historisch her, wie Arbeit an ihrem monetären Wert gemessen wird und die Care-Arbeit als unbezahlte Arbeit aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht dadurch unsichtbar wird.
In „Unter Wert“ wird die historische Entwicklung einer vermeintlich rationalen Perspektive auf Wirtschaft und Gesellschaft beschrieben. Der Wert den Menschen erbringen sei oft anhand ihrer Arbeit gemessen, allerdings anhand der bezahlten Arbeit. Diese bringe schließlich Produkte oder Leistungen hervor, die mit einem Preis ausgezeichnet wird. Dagegen bringt die Care-Arbeit kein Produkt hervor und hat aus wirtschaftlicher Perspektive keinen messbaren Wert. Diese ungleiche Betrachtung und die geschlechtliche Zuordnung von Care-Arbeit als Bereich der Frauen haben historisch zu einer Schieflage geführt. In dieser sei die unbezahlte Care-Arbeit von Frauen wirtschaftlich gesehen nicht erfassbar. Holten plädiert dafür den Menschen in Gänze zu sehen und die Care-Arbeit in ihrem Wert anzuerkennen, auch wenn dieser schwer messbar sei.
Dieses Thema betrifft alle, denn jeder Mensch ist auf die Fürsorge anderer angewiesen.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Joana Stephan
| Preis | geb.: 22,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG |
| Originalsprache | Dänisch |
| Übersetzer:in | Marieke Heimburger |
| Seitenzahl | 287 Seiten |
| ISBN | 978-3-423-28464-6 |
| Signatur | Sd / Sb |
| Schlagworte | Care-Arbeit / Gleichstellung / Wirtschaft / Fürsorge |