Wenn die Masekn fallen
Ein Verführer, ein Illusionist und ein Roman wie ein Zaubertrick in den Hallen von Cambridge.
Mit der Einladung einem Stipendienkommitee vorzustehen bricht über den Ich-Erzähler seine Vergangenheit in Cambridge herein. Bei seinem Studienbeginn vor vielen Jahren trennt ihn der Klassenunterschied von den Kommilitonen aus der Upper Class. Während sie selbstverständlich in teurer Kleidung über Politik und Wein diskutieren und Unternehmensgründungen planen, bleibt er fremd und für sie unsichtbar. Das ändert sich schlagartig, als Bryn ihn in seinen Kreis einlädt. Für den charismatischen Illusionisten scheinen keine Regeln zu gelten und er entscheidet, wer in der Unihierarchie etwas zählt. Bryns Anziehungskraft und der Wunsch endlich dazuzugehören überwältigen den Erzähler – bis er selbst in Ungnade fällt. Damit ist jedoch nur die halbe Handlung beschrieben. Autorin van der Borgh versteht es meisterhaft, die Grenzen von Realität und Illusion zu verwischen, sodass die Leserin nie sicher sein kann, ob sie den Figuren, dem Erzähler oder ihrer eigenen Deutung trauen kann.
Für Fans altehrwürdiger englischer Universitäten, unheimlicher Atmosphäre und Geschichten, in denen Realität und Einbildung nie ganz auseinanderzuhalten sind.
Bewertung: 2/3
Rezension von: Melanie Krause
| Preis | geb.: 24,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | Goldmann |
| Originalsprache | Englisch |
| Übersetzer:in | Kristof Kurz |
| Seitenzahl | 428 Seiten |
| ISBN | 978-3-442-31789-9 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | England / Universität / Freundschaft / Obsession |