Wie du mich ansiehst
Über Botox, vererbte Gärten und Erschütterungen in den Vierzigern.
Die Liebe zu Pflanzen hat Johanna von ihrem Vater Karl, der ihr seinen Garten vermacht hat. Hier hat sie viele unbeschwerte Stunden verbracht, auch nach der Trennung der Eltern. Nun ist sie über vierzig und fühlt sich vom Leben beschwert, was man ihr ansieht. Das sollte man aber nicht, findet sie, oder wer eigentlich? Johanna arbeitet als Floristin und kommt von ihrer jungen, energetischen Angestellten Ruby eine Adresse und lässt „etwas machen“, wie es so schön heißt. Was eintritt ist so magisch wie auch seltsam: Während Mann und Tochter nicht bemerken, dass ihre Zornesfalte nicht mehr da ist, sehen andere (Männer) es sehr wohl und vor allem Johanna selbst sieht es und fühlt sich endlich wieder attraktiv und begehrenswert. Eva Lohmann ist mit „Wie du mich ansiehst“ ein gut beobachteter Roman darüber gelungen, wie wir Frauen gelernt haben uns selbst zu sehen, während wir unseren Töchtern redundant predigen, dass sie genau so richtig sind, wie sie sind.
Ein unterhaltsamer, kluger Roman über das Älterwerden, vor allem wohl für Frauen im selben Alter wie die Hauptfigur.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Marie Varela
| Preis | geb.: 24,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | Eisele |
| Originalsprache | deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 237 Seiten |
| ISBN | 978-3-96161-250-5 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | Altern / Frausein / Gesellschaft / Veränderung |