Wie Sterne in der Nacht

Caren Stelson. Ill. von Selina Alko

Eindrucksvolles Sachbilderbuch über die Rettung von 669 jüdischen Kindern aus Prag, die 1939 nach Großbritannien gebracht wurden.

Die Geschichte des Kindertransports wird aus der Perspektive eines geretteten Kindes erzählt – ein Zugang, der das Geschehen besonders nahbar macht. Mit klarer Sprache führt der Text mitten hinein in die Gefühlswelt der betroffenen Kinder und ihrer Familien. Im Zentrum steht der schmerzhafte Abschied von den Eltern. Die Reise, die kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs beginnt, führt die Kinder mit dem Zug quer durch Deutschland. In England finden sie Aufnahme in Pflegefamilien und beginnen ein neues Leben. Als der Krieg endet, sind aus den Kindern junge Erwachsene geworden. Mit der Sehnsucht nach Gewissheit kehren einige von ihnen nach Prag zurück, um nach ihren Eltern zu suchen. Doch nur wenige der in Prag zurückgebliebenen Familien haben überlebt. Jahrzehnte später wird schließlich der Mann ausfindig gemacht, der ihre Rettung möglich machte: Nicholas Winton, der in England gelebt hat. Die Collagen, mit denen das Sachbilderbuch illustriert ist, unterstreichen den dokumentarischen Charakter der Erzählung. 
 

Ab 8 J. Mit einem Anhang, der über die historischen Hintergründe dieser mutigen Tat informiert. Unter dem Titel „One life" (2024) ist die Geschichte auch verfilmt worden. 

 

Bewertung: 3/3 

Rezension von:  Anke Märk-Bürmann


Altersempfehlungab 8 Jahren
Preisgeb.: 16,00 EUR
Erscheinungsjahr2025
OriginalspracheEnglisch
Übersetzer:inBriggitte Jakobeit
VerlagRotfuchs
SeitenzahlO. Pag.
ISBN978-3-7571-0215-9
SignaturJm 1
SchlagworteAntisemitismus / Nationalsozialismus / Holocaust