Wir dachten, wir könnten fliegen

Hg. von Matthias Jügler. Ill. von Barbara Dziadosz. Mit Beiträgen von Julia Schoch, Caroline Wahl u.a.

Vom Kaspischen Tiger bis zur Goldkröte werden 19 ausgestorbene Arten noch einmal zum Leben erweckt. Anthologie.

Der Leipziger Schriftsteller M. Jügler (s.a.Shortlist Ev. Buchpreis 2024 mit "Maifliegenzeit") hat renommierte zeitgenössische Autor*innen gewinnen können, vor dem Hintergrund des täglichen Artensterbens über eine ausgestorbene Art, v.a. Tiere zu schreiben. Viele haben zugesagt, darunter so bekannte Namen wie Iris Wolff, Caroline Wahl, T.S. Boyle oder Alex Capus. Manche der 19 Beiträge sind ganz faktentreu, andere frei phantasievoll geschrieben.  Jügler schreibt, ob nicht die Kraft der Literatur Berge versetzen kann und hofft, dass wir angerührt von den versammelten Geschichten sorgsamer mit dem, was noch da ist, umgehen lernen. Der Band rüttelt auf - angesichts der Tatsache, dass Wesen wie Beutelwolf und Riesenalk (eine Pinguinart) oder Schuppenkehlmoho unwiederbringlich verloren sind, blättern und lesen wir andächtig. Und das alles ganz ohne pädagogischen Zeigefinger. Dazu liegt vor uns ein wunderschön mit Liebe zum Detail gestalteter großformatiger Band. 


Ein schön gestalteter zeitloser und vielseitiger Band, der in einer Zeit der Unruhe und Sensation, vermutlich der Vermittlung bedarf. Auch als Geschenk möglich. 

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:  Bettina Wolf 


Preisgeb.: 32,00 €
Erscheinungsjahr2025
VerlagPenguin
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
Seitenzahl254 Seiten
ISBN978-3-328-60453-2
SignaturSL
SchlagworteArtensterben / Tiergeschichten