Wir Töchter

Oliwia Hälterlein

Die Geschichte dreier Frauenleben in drei Generationen in und zwischen Polen und Deutschland.

Marianna wächst im 2. Weltkrieg in einem polnischen Dorf auf. Entgegen ihrer Wünsche bleibt sie eine Bäuerin. Der Ausbruch gelingt ihrer Tochter Roza, die für die Liebe und die klackernden Absätze nach Gdansk zieht. Schwanger, von ihrem Mann verlassen, setzt sie alles daran, ihm nach Deutschland zu folgen. Ihre Tochter Waleria wächst in den 90ern und Nullerjahren in Deutschland auf, die Sommerferien verbringt sie bei Marianna auf dem Dorf. Als sie erfährt, dass sie wohl selbst keine Kinder bekommen wird, stellt sie sich ihrer Familiengeschichte. In einer körperlich-rohen und gleichzeitig sehnsüchtig-lyrischen Sprache erzählt Hälterlein von Herkunft, Zugehörigkeit, Frausein, Träumen und Enttäuschungen. Der Prosatext ist mit polnischem Wortschatz durchsetzt und wird mehrfach von Lyrik unterbrochen, was dem Roman spannende Ebenen verleiht. Der Roman wird Menschen mit (polnischer) Migrationsgeschichte berühren und Menschen, ohne diese mit einigen neuen Perspektiven konfrontieren.
 

Gut geeignet für Lesekreise oder Gruppen, die migrantisch divers zusammengesetzt sind und/oder ein Interesse für migrantische und feministische Themen haben. 

 

Bewertung: 2/3   

Rezension von:   Anna Hofmann


Preisgeb.: 25,00 €
Erscheinungsjahr2026
VerlagC. H. Beck
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
Seitenzahl356 Seiten
ISBN978-3-406-84337-2
SignaturSL
SchlagwortePolen / Frauenleben / Migration