Witches, Bitches, It-Girls
Warum werden Frauen bis heute in Schubladen gesteckt? Rebekka Endler deckt auf, frech, klug und unterhaltsam. Ein Buch, das alte Mythen neu erzählt.
„Witches, Bitches, It-Girls“ von Rebekka Endler ist ein spannendes, klar geschriebenes Sachbuch über Geschichten, die noch heute unser Denken über Frauen prägen. Endler erklärt, wie Begriffe wie Hexe, Schlampe oder It-Girl entstehen: alte Mythen, die uns bis ins Hier und Jetzt begleiten.
Ihr Stil ist leicht, oft humorvoll und gespickt mit Sarkasmus, das macht komplexe Themen wie Sexismus oder Patriarchat verständlich und anschaulich. Immer wieder teilt sie persönliche Anekdoten und alltagsnahe Beobachtungen. So spricht sie über moderne Klischees wie Mommyblogger, Tradwives oder Influencerinnen, aber auch über eigene Fehler, ein ehrlicher, ermutigender Zugang
Einziger Kritikpunkt ist, wie Endler selbst betont, es sei ein eher „anekdotischer Streifzug“ und kein tiefgehender Überblick. Für Leser*innen, die eine umfassende Analyse oder umfangreiche Literaturhinweise erwarten, kann das etwas knapp wirken. Aber gerade weil das Buch unterhaltsam, kurzweilig und aktuell ist, kann es viele Leser*innen neugierig machen – und sich schnell in Ausleihe „lohnen“.
Unterhaltsam, informativ und relevant, trotz kleiner Abstriche bei Tiefe und Anschaffungspreis eine lohnenswerte Bereicherung.
Bewertung: 2/3
Rezension von: Maike Linne
| Preis | geb.: 25,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | Rowohlt |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 461 Seiten |
| ISBN | 978-3-498-00740-9 |
| Signatur | Sb |
| Schlagworte | Feminismus / Patriarchat |