Zuhause ist woanders
Ohne Vorwarnung wird Mirza in das Heimatland seines Vaters „entführt".
Als Mirza nach der Schule von seinem Vater abgeholt wird und ins Auto steigt, ahnt er nicht, was ihm bevorsteht. Je länger die Fahrt jedoch dauert, desto klarer wird ihm, dass etwas nicht in Ordnung ist. Nach zwei Tagen und Nächten endet die Reise im Heimatland des Vaters, das Mirza kaum kennt. Die beiden ziehen in das verwahrloste Haus der verstorbenen Großeltern, das auf einem Berg hoch über einem Dorf liegt, in dem Mirza künftig zur Schule gehen soll, obwohl er nicht einmal die Sprache spricht. Alles ist ihm fremd und er kennt keine Menschenseele. In seiner Verzweiflung unterhält er sich in Gedanken mit seinem Freund Lukas, der ihm rät zu fliehen. Doch der Versuch misslingt und Mirza erkennt, dass er keine andere Wahl hat, als sich anzupassen und die Sprache zu lernen. Nach und nach lebt er sich ein, integriert sich und gewinnt eine Freundin, die ihm hilft, sich endlich heimisch zu fühlen. Eindrucksvoll vermittelt die Autorin das Gefühl völliger Fremdheit in einem unbekannten Land.
Ein sehr wichtiges Buch, das Verständnis für Menschen weckt, die sich in einem neuen Land zurechtfinden müssen. Unbedingt anschaffenswert für alle Büchereien. Ab 9 J.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Elisabeth Schmitz
| Altersempfehlung | ab 9 Jahren |
| Preis | geb.: 18,00 EUR |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Originalsprache | Niederländisch |
| Übersetzer:in | Andrea Kluitmann |
| Verlag | Gerstenberg |
| Seitenzahl | 238 S. |
| ISBN | 978-3-8369-6371-8 |
| Signatur | Ju 2 |
| Schlagworte | Migration / Heimat / Integration / Familie |