Die Vielfalt und Qualität der eingereichten Bewerbungen haben die Jury tief beeindruckt. Es wurden unglaublich viele kreative und inspirierende Ideen vorgestellt, die zeigen, mit wie viel Engagement und Herzblut evang. öffentliche Büchereien Räume für Vielfalt, Toleranz und Gemeinschaft schaffen.
Besonders hervorzuheben ist die große Zahl an Ideen und Projekten, die auch für andere Büchereien wertvolle Anregungen bieten und unbedingt weitergegeben werden sollen – damit möglichst viele von den Erfahrungen und Ideen profitieren können. Einige der vorgestellten Ansätze haben eine Jurorin so überzeugt, dass sie diese in der eigenen Bücherei umsetzen wird.
Beeindruckend war zudem das große Engagement der Ehrenamtlichen. Es zeigt eindrucksvoll, wie viel bewegt werden kann, wenn Menschen sich mit Überzeugung und persönlichem Einsatz für ihre Bücherei und ihre Gemeinschaft einsetzen.
Auch die Präsentation der Bewerbungen hat bei der Jury einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die eingereichten Bilder und Materialien erzählten auf ganz eigene Weise von dem Engagement vor Ort. Ob Kinderbriefe, Bilder eines liebevoll geschmückten Fahrrads als Blickfang am Markttag oder andere ungewöhnliche Details – gerade diese persönlichen und aus dem Rahmen fallenden Einblicke haben die Vielfalt der Projekte sichtbar und unmittelbar erlebbar gemacht.
Insgesamt hat sich die intensive Auseinandersetzung mit den Bewerbungen für die Jury in jeder Hinsicht gelohnt. Die zahlreichen Ideen, das große Engagement und die Begeisterung, die aus den Bewerbungen sprechen, machen deutlich, wie wichtig evang. Büchereien als Orte für Vielfalt, Toleranz und Gemeinschaft sind.
Begründung der Jury zu den Gewinner-Büchereien
Evangelische Kinder- und Jugendbücherei Meerholz-Hailer:
Die Jury beeindruckte, mit welcher Klarheit und Konsequenz das Team der Bücherei neue Wege gegangen ist. Mit einer Veränderung der Teamstruktur, die persönliche Stärken, Interessen und vorhandene Ressourcen in den Vordergrund stellt, wurde eine innovative Grundlage für die gemeinsame Arbeit geschaffen. Daraus ist eine spürbar neue Haltung entstanden – verbunden mit großer Motivation, gemeinsam Neues auszuprobieren.
Besonders überzeugend waren die vielfältigen und mutigen Veranstaltungsformate: mehrsprachiges Vorlesen, ein Bilderbuchkino für angehende Erzieherinnen unter Einbindung der Berufsschule zeigen, wie konsequent unterschiedliche Zielgruppen in den Blick genommen und neue Wege der Ansprache gefunden werden.
Dabei gelingt der Bücherei eine wunderbare Mischung aus Bewährtem und Neuem. Besonders beeindruckt hat die Jury, wie gut durchdacht die Angebote sind und wie genau sie auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppen eingehen. Beteiligungsformate spielen dabei eine wichtige Rolle und machen die Bücherei zu einem Ort, an dem Menschen nicht nur Angebote wahrnehmen, sondern aktiv mitgestalten können.
Auch die professionelle und wirkungsvolle Pressearbeit ist hervorzuheben.
Insgesamt zeigt die Bewerbung eindrucksvoll, was entstehen kann, wenn ein Team sich neu aufstellt, gemeinsam eine klare Haltung entwickelt und mit Offenheit, Kreativität und viel Engagement auf seine Gemeinschaft zugeht.
Evangelisch öffentliche Bücherei der Lukaskirche Kaarst-Holzbüttgen:
Die Jury haben besonders die große Offenheit und den starken Vernetzungsgedanken dieser Bücherei überzeugt. Durch zahlreiche Aktionen sind neue Kontakte und Kooperationen entstanden, die nicht nur einzelne Projekte bereichern, sondern auch für die Zukunft weitergedacht werden. Dabei arbeitet die Bücherei sowohl innerhalb der eigenen Gemeinde als auch darüber hinaus mit unterschiedlichen Partnern zusammen.
Besonders hervorzuheben ist der klare und konsequent umgesetzte Inklusionsansatz. Angebote wie der Lea-Leseclub oder die Zusammenarbeit mit dem Hospiz zeigen, dass die Bücherei ganz unterschiedliche Menschen in den Blick nimmt und ihnen Teilhabe ermöglicht. Auch Aktionstage, etwa der Tag der Inklusion, werden gezielt genutzt, um Aufmerksamkeit zu schaffen und Begegnungen zu ermöglichen.
Beeindruckend ist die große Vielfalt der Projekte und die gelungene Verbindung von bibliothekarischen und kirchlichen Angeboten. Besonders schön ist dabei die Zusammenlegung von Bücherei und Spieleclub, die auf überzeugende Weise gelungen ist und neue Möglichkeiten für Begegnung und Gemeinschaft geschaffen hat.
Wie gut die Angebote angenommen werden, zeigen auch die zahlreichen positiven Rückmeldungen und persönlichen O-Töne der Besucher:innen.
Ein schönes Beispiel für gelebtes Miteinander ist zudem die Zusammenarbeit von jüngeren und älteren Teammitgliedern in der Ausleihe: Hier wird generationenübergreifende Gemeinschaft nicht nur nach außen getragen, sondern auch im Büchereiteam selbst gelebt.
Insgesamt zeigt die Bewerbung eindrucksvoll, wie eine Bücherei durch Kooperation, Inklusion und vielfältige Begegnungsangebote zu einem offenen Ort für die ganze Gemeinschaft wird.
Gemeindebücherei Bethel:
Die Jury hat besonders beeindruckt, wie konsequent diese Bücherei Veränderungen als Chance genutzt und daraus neue Perspektiven entwickelt hat. Trotz einiger Herausforderungen – vom neuen, eher abgelegenen Standort über eine räumliche Verkleinerung bis hin zu einem Leitungswechsel – ist es gelungen, sich zu positionieren und mit einem passenden Konzept am neuen Ort anzukommen.
Besonders überzeugte, wie breit die Bücherei ihre Kooperationen inzwischen aufgestellt hat. Aus zunächst wenigen Partnerschaften ist ein vielfältiges Netzwerk entstanden – unter anderem mit einem Radiosender und einer psychiatrischen Einrichtung. Damit öffnet sich die Bücherei bewusst für bisher nicht erreichte Zielgruppen und schafft Begegnungen weit über den klassischen Bibliotheksalltag hinaus.
Sehr positiv aufgefallen ist der Jury auch die Haltung, die in der Reflexion der Bewerbung zum Ausdruck kommt: „Neue Ideen und Einsatz lohnen sich.“ Diese Aussage steht beispielhaft für die Bereitschaft, Bestehendes immer wieder zu hinterfragen und die Bücherei kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Insgesamt zeigt die Bewerbung eindrucksvoll, dass Veränderungen und Herausforderungen auch neue Möglichkeiten eröffnen können. Mit Offenheit, Kreativität und viel Einsatz hat das Bücherei-Team diese Chancen genutzt und sich zu einem lebendigen Ort entwickelt, der aktiv auf seine Umgebung und die Menschen vor Ort zugeht.