Abschied leben

Gabriele von Arnim

Melancholisches, ein ganzes Jahr umspannendes Tagebuch über das Altwerden, das Abschiednehmen und über die Weltpolitik.

In ihrem ein ganzes Jahr umspannenden Tagebuch erzählt die berühmte Autorin (*1946), seit jeher eine brillante Journalistin und Wortkünstlerin, von ihren persönlichen Erfahrungen mit den vielen Facetten des Abschieds. Es geht um das leise Adieu vom Leben, um den Schmerz, den ein solches Lebewohl mit sich bringt, aber auch um Zukunftszuversicht und Lebenslust. Die zweite große Thematik dieses melancholischen, oft wehmütigen Tagebuchs ist das Weltgeschehen. Gabriele von Arnim richtet ihren scharfen Blick nach Osten auf den Krieg in der Ukraine ebenso wie in die USA auf die Machenschaften Donald Trumps (der leider etwas zu häufig präsent ist) und auf die politische Lage in Deutschland. All dies betrachtet sie durch den Filter von Vergänglichkeit, Abschied und Loslassen. Es finden sich Sätze, die Mut machen und trösten, die das Leben(sende) bejahen, die nicht beeindrucken wollen und gerade deshalb beeindrucken. Wer einen weltbitteren Lebensbegleiter sucht, der wird hier fündig.

 

Eher für eine belastbare als für eine fragile Leserschaft. Ab größeren Beständen.

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:   Martina Mattes


Preisgeb.: 24,00 €
Erscheinungsjahr2026
VerlagRowohlt
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
Seitenzahl268 Seiten
ISBN978-3-498-00776-8
SignaturSL
SchlagworteAlter / Lebensende / Tagebuch