Auf hoher See
In ein paar Episoden erzählt Gertrude von Holdt von Geschichten aus ihrer Familie und ihres eigenen Lebens.
Titel und Untertitel sagen viel über das Buch aus. Es geht in den Erzählungen nicht nur um Geschichten ihrer Vorfahren oder darum, wie sie als junge Frau die Herausforderung annimmt, auf dem Küstenmotorschiffe ihres Onkels anzuheuern und als älterer Frau als Passagierin auf einem Containerfrachter mitfährt. Zuweilen begegnen wir in ihren Texten „dem hohen Wellengang und Gezeitenwechsel des Lebens".
Die Welt der Halligen, eine besondere Landschaft, eine die die Menschen prägt. Raue Seeleute, bei denen eine Frau wie Gertrude von Holdt sich ihre Anerkennung schwer erwerben muss. Sie nimmt uns mit ans Meer. Sie kennt es, „brüllend, spiegelblank, verlockend, unendlich, abweisend, aber nie beängstigend!" Die ehemalige Laienpredigerin auf Hooge kommt von hier und sie gehört hierhin. Das merkt man in jeder Zeile. Zuweilen hört man eine erfrischende Portion Humor, dann wieder Nachdenklichkeit und Besonnenheit. Voller Spiritualität reflektiert sie ihr eigenes Leben und das der ihren.
Ein Buch wie ein Leuchtturm, der einem Orientierung gibt und den Überblick behalten lässt. Man sollte das Meer schon lieben!
Bewertung: 3/3
Rezension von: Wolf-Peter Koech
| Preis | geb.: 16,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | bene! |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 173 Seiten |
| ISBN | 978-3-96340-345-3 |
| Signatur | SL / Ec 3 |
| Schlagworte | Meer / Biographie / Glaube / Erinnerungen |