Diebstahl
Drei junge Menschen kämpfen um die Jahrtausendwende in Tansania mit universellen Themen des Erwachsenwerdens.
„Diebstahl“ folgt Karim, Fauziah und Badar, die im Tansania rund um die Jahrtausendwende in Sansibar Stadt und Dar es Salaam erwachsen werden. Vor dem Hintergrund der Kolonialvergangenheit und -gegenwart in Form der wachsenden Touristik- und Entwicklungshilfebranchen verflechten sich ihre Schicksale immer mehr, bis es zum Eklat kommt.
Gurnahs neuester Roman ist arm an Plot, aber reich an Atmosphäre. Das Innenleben der Figuren, die kaum miteinander reden, breitet sich mäandernd, aber gleichzeitig in großer Klarheit vor den Lesenden aus. Gleichzeitig lässt sich der Roman aber auch als Allegorie auf die junge, postkoloniale Nation Tansania lesen. Dann wird er etwas platter, entfaltet aber auch eine besondere Wucht. So oder so wird man als weiße*r Europäer*in mit einer läuternden Perspektive auf europäische Präsenz und Herablassung in Tansania konfrontiert. Insgesamt ein dichter, empfehlenswerter Roman. Kritik verdienen das Korrektorat und der Klappentext voller Falschinformationen.
Drei junge Menschen kämpfen um die Jahrtausendwende in Tansania mit universellen Themen des Erwachsenwerdens.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Anna Hofmann
| Preis | geb.: 26,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | Penguin |
| Originalsprache | Englisch |
| Übersetzer:in | Eva Bonné |
| Seitenzahl | 331 Seiten |
| ISBN | 978-3-328-60438-9 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | Postkolonialismus / Familie / Coming of Age |