Ghost Stories

Siri Hustvedt

Siri Hustvedt verarbeitet den Verlust ihres Partners, Paul Auster.

Eines vorweg: Dies ist ein Buch für Fans, Fans des legendären Autorenpaares Siri Hustvedt und Paul Auster. Die beiden verband eine große, eine besondere Liebe, die von gegenseitigem Respekt vor dem anderen, seiner Arbeit und der gemeinsamen Leidenschaft für Literatur geprägt war. In Fragmenten erzählt Hustvedt von dieser 43jährigen Liebe, beschreibt das Leben in „Cancerland“ und gewährt Einblicke in ihren Trauerprozess. Wer Hustvedts Texte kennt, weiß, dass sie Dingen auf den Grund geht, dass hinter jeder Tür ein neuer Gedanke steht, der von ihr durchdrungen wird oder der mit etwas Größerem in Beziehung gesetzt wird. Ihre persönliche Krise setzt sie so in Bezug zu ihrem Unwohlsein angesichts der derzeitigen amerikanischen, politischen Realität. Auster selbst wünschte sich, als Geist immer wieder zu ihr und der Familie zurückkommen zu können. Mit ihrem Buch beschwört Hustvedt Austers Geist und auch zahlreiche Geister der Vergangenheit herauf. Tiefberührend sind die „Briefe an Miles“, den Enkel, der wenige Wochen vor Austers Krebstod geboren wird. „Miles wird geboren. Paul stirbt. Ein Kreislauf der Zeit.“

 

Ein Buch über die Kraft, die eine Liebe auch nach dem Tod zu hinterlassen vermag. Für Literaturinteressierte.

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:   Marie Varela


Preisgeb.: 25,00 €
Erscheinungsjahr2026
VerlagRowohlt
OriginalspracheEnglisch
Übersetzer:inGrete Osterwald u. Uli Aumüller
Seitenzahl398 Seiten
ISBN978-3-498-00788-1
SignaturSL
SchlagworteTrauer / Schriftstellerleben / Amerika / Erinnerungen