Hitzetage

Oisín McKenna

London unter Hitze und Druck – ein Debütroman voller Mitgefühl, Lebensnähe und scharfer Beobachtung.

Es ist heiß im Sommer 2019 – wie eine Kuppel stülpen sich Hitze, Dunst und Druck über London. Die Berichterstattung zum am Ufer der Themse gestrandeten Wal rahmt Oisín McKennas Debütroman, der vor Menschlichkeit und Mitgefühl nur so strotzt. Im Zentrum stehen Freund*innenschaften, lose Verbindungen und Liebesbeziehungen, die allesamt auf der Kippe zu stehen scheinen – und in der brodelnden Stadt überzukochen drohen. In der Übersetzung von Hans-Christian Oeser und Alexandra Titze-Grabec entsteht hier ein Sog: Die Buchseiten scheinen nach Londons Abgasen und schalem Bier zu riechen, nach Verzweiflung und Lebensplanung und der Frage, wer man eigentlich ist und sein will im Angesicht von Wirtschaftskrisen, Endzeitstimmung und Schicksalsschlägen. Während die Figuren zwischen Alltag, Partys und innerer Orientierungslosigkeit treiben, muss man einer Tatsache ins Auge blicken: solch sensible, menschenzugewandte und zugleich scharf beobachtete Debütprosa ist selten.
 

Ein einprägsames Debüt mit Schwerpunkt auf queeren Lebenskonzepten. 

 

Bewertung: 3/3   

Rezension von:   Mara Becker


Preisgeb.: 26,00 €
Erscheinungsjahr2026
VerlagResidenz
OriginalspracheEnglisch
Übersetzer:inHans-Christian Oeser u. Alexandra Titze-Grabec
Seitenzahl359 Seiten
ISBN978-3-7017-1822-1
SignaturSL
SchlagworteLGBTQIA+ / Roman / Selbstfindung / Körper und Identität