Louder than hunger

John Schu

Ein Betroffener schreibt fiktional über seine Erkrankung und Genesung in einem ausladenden Schreibstil.

Wie gut, dass der Verlag dieses künstlerische Verteilen von Wörtern oder Leerstellen auf so viel Papier möglich gemacht hat. Auch das Cover passt sehr gut, macht es doch den Konflikt von Jake mit sich und seiner Umwelt mehr als deutlich.
Jake wird in der Schule gemobbt, mit seinen Eltern hat er es nicht leicht. Er liebt die Wochenenden mit seiner Oma - und hat einen Weg gefunden, sich ganz abzuschotten durch die totale Kontrolle über sein Essverhalten. Die ausführliche Darstellung eines langen Zeitraumes der Genesung, des mühevoll einzuübenden Essverhaltens, des Umgangs mit der Depression, des Ge- und v. a. Misslingens von ersten Schritten, die Bezüge auf die amerikanische Kultur, die alle einfach „googeln" können, sind vielschichtig und tlw. im Anhang benannt.
Wie gut, dass Anlaufstellen in Deutschland aufgeführt werden.
Das Vorwort macht Appetit auf die Bücher von Kate DiCamillo.


Für Jugendlichen ab 12 bzw. junge Erwachsene und alle, die mit ihnen arbeiten, sehr empfehlenswert. 

 

Bewertung: 3/3 

Rezension von: Frauke Thees


Altersempfehlungab 12 Jahren
Preisgeb.: 19,90 EUR
Erscheinungsjahr2025
OriginalspracheEnglisch
Übersetzer:inMaren Illinger
VerlagFischer Sauerländer
Seitenzahl524 S.
ISBN978-3-7373-4397-8
SignaturJu 3
SchlagworteAdoleszenz / Anorexie