Schwebende Lasten
Shortlist 2026
Zeitgeschichtlicher Roman über Hanna Krause, die Blumenbinderin und Kranfahrerin, Mutter von sechs Kindern und selbstwirksame Gestalterin eines ganz normalen Lebens im bewegten 20. Jahrhundert war. Dicht, atmosphärisch, lebensnah, eindringlich und nachhallend.
Rezension:
Das Leben einer ganz gewöhnlichen Frau mit allen Höhen und Tiefen, die das 20. Jahrhundert zu bieten hatte.
Erzählt wird das Leben von Hanna Krause: erst Blumenbinderin, später Kranfahrerin in der DDR, Mutter von sechs Kindern, Frau eines Trinkers, Überlebende der Bombardierung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg. Der Roman blickt zurück auf eine Zeit großer Umbrüche, in dem das Leben um einiges härter war als heute. Vielleicht gerade weil die Protagonistin eine ganz gewöhnliche Frau ist, geht das Buch zu Herzen. In Vielem dürfte Hannas Geschichte an die Leben der Großmütter und Urgroßmütter lesender Frauen in Ostdeutschland anknüpfen. Findig und zäh lebt sie ihr Leben vor allem für andere, insbesondere ihre Kinder. Es gibt nur wenige Momente, in denen Hanna aufblüht und sich selbst entfaltet. Als Macherin ist sie meist von außen zu sehen, wie ein Ausstellungsstück im Museum, aus einer Zeit, die noch gar nicht so lange her ist.
Sprachlich gefällt das Buch durch seine Prägnanz und Dichte und verdient seinen Platz auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2025.
Empfehlung für Literatur- und Gesprächskreise, Geschichtsunterricht, generationenübergreifender Dialog.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Wiebke Richter
| Preis | geb.: 26,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | C. H. Beck |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 279 Seiten |
| ISBN | 978-3-406-82973-4 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | Frauenbiographie / 20. Jahrhundert / DDR / Zeitgeschichte |