Sorry, aber ich bleibe
Im Chat mit einem oder einer unbekannten Schreiber:in findet Zeno nach fiesem Mobbing so etwas wie Trost wider Willen.
Das Video, auf dem zu sehen ist, wie Zeno von einigen Mitschülern zutiefst gedemütigt wird, ging natürlich viral. Und im Schulchat muss der 14-jährige nun auch noch fiese Hassnachrichten ertragen. Allerdings mischt sich jeden Tag um genau 15:32 Uhr eine andere Nachricht darunter: Tut mir leid. Anfangs wehrt sich Zeno gegen diese unbekannte Stimme, aber durch deren Beharrlichkeit entspinnt sich schließlich doch ein echter Chat. Was das alles mit Mondlandungen, Mangas, Rollstühlen, Stummfilmen und dem Soundtrack des Lebens zu tun hat, liest man am besten selbst. Im Verlauf der raffiniert komponierten Story wird der Chat schließlich zu einem fast schon poetischen E-Mail-Wechsel. Das schmale Buch verzichtet auf alles Überflüssige, ohne dabei Spannung einzubüßen. Recht fix zu lesen fordert es geradezu dazu auf, eine Stummfilmszene zu vertonen, Zwischenräume zwischen zwei Mangabildern zu füllen und diverse Fakten zu recherchieren. Einmal ist sogar ein entsprechender QR-Code enthalten.
Wer an der quasi modernen Form des Briefromans Spaß hat, sich mit dem wichtigen Thema Mobbing befassen und vielleicht sogar ein paar kreative Ideen erarbeiten möchte, der ist hier goldrichtig!
Bewertung: 3/3
Rezension von: Katja Henkel
| Altersempfehlung | ab 12 Jahren |
| Preis | kt.: 16,00 EUR |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Originalsprache | Italienisch |
| Übersetzer:in | Susanne Just |
| Verlag | Woow |
| Seitenzahl | 156 S. |
| ISBN | 978-3-03967-054-3 |
| Signatur | Ju 3 |
| Schlagworte | Mobbing / Chat-Roman |