Unbegründete Ängste
Chris hat Angst – und sehnt sich nach Sicherheit. Ein lohnender Blick in die ostdeutsche Provinz.
Christian ist 29, single, queer und Fitnesstrainer. Er geht regelmäßig mit seinen Eltern zum Sektfrühstück, lässt sich ebenso regelmäßig dank seiner Mutter, die in einer Arztpraxis arbeitet, krankschreiben – und sorgt sich um so ziemlich alles. Vor allem die Gesundheit. Die Gesellschaft. Das Klima. Nichts scheint Chris wirklich sicher, und das wiederum treibt ihn dermaßen um, dass er nachts nicht schlafen kann. Die anstehenden Wahlen, der von ihm verursachte Waldbrand – und mit der Liebe will es auch nicht so richtig klappen, weil der von ihm angehimmelte Nikolas ihn kaum zu bemerken scheint. Dann werden die politischen Sticker an der Eingangstür des Fitnessstudios abgerissen, die Scheibe eingeschmissen; sein Vater, der Prepper ist, wirft seiner Mutter vor, Mitläuferin zu sein, weil sie sich nicht klar gegen Rechts positioniert; Chris lernt auf einer Dating-App Leo kennen.
Eine satte Milieustudie, die pointiert und geradeheraus das Leben in der ostdeutschen Provinz nachzeichnet – und mit großem Mitgefühl und noch größerer Kondition bei den Figuren bleibt.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Mara Becker
| Preis | geb.: 24,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Verlag | Berlin Verl. |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 235 Seiten |
| ISBN | 978-3-8270-1531-0 |
| Signatur | SL |
| Schlagworte | LGBTQIA+ / Lebenskrise / Roman / Provinz |