Wie fühlst du dich?
Wie erkennen und reflektieren wir unsere Gefühle und Affekte, um nicht von ihnen überwältigt und unterdrückt zu werden?
Man sollte sich täglich eher fragen „wie fühlst du dich“ statt „was denkst du“. Die Emotionalisierung unseres Alltags, die Allgegenwärtigkeit von Gefühlen mit ihrem ewigen „Herzchenverteilen“ hat gerade nicht zu mehr menschlicher Nähe geführt. Gefühle sind vielmehr für ihren Gebrauch sprachlich standardisiert worden, sie lassen sich nicht durch Appelle erzeugen. Der Autor hinterfragt ausführlich die Palette unserer „Gefühlsgewitter“:
Angst, Freude, Begeisterung, Einsamkeit, Traurigkeit, Melancholie, Neid, Wut, Hass, Zorn, oder die Liebe.
Besonders imponierend und tiefgehend sind die Betrachtungen über den „Sinn des Lebens“, die eigene Vergänglichkeit mit Ängsten vor dem Tod. Wir leben lauter vorletzte Momente, sicher immer mit etwas Furcht, aber auch mit Dankbarkeit. Vor lauter Todesängsten sollte man aber auch nicht das Leben vergessen. Ein Plädoyer für ein bewusstes Leben. Zahlreiche Literaturauszüge und eigene Gespräche mit hochrangigen Autoren ergänzen die sehr bereichernde Lektüre.
Mit dem Wissen über unsere Gefühle gelingt es, den Kopf über Wasser zu halten und die Welt zum Besseren zu ändern. Ein Buch, das in aufgeregten Zeiten unaufgeregt Hoffnung schenkt.
Bewertung: 3/3
Rezension von: Rudolf Venus
| Preis | geb.: 22,00 € |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Verlag | DuMont |
| Originalsprache | Deutsch |
| Übersetzer:in | -- |
| Seitenzahl | 253 Seiten |
| ISBN | 978-3-8321-6810-0 |
| Signatur | Pa / Nl |
| Schlagworte | Gefühle / Ängste / Vergänglichkeit / Tod |