Tomaten mögen keinen Regen

Sarah Michaela Orlovsky

Leben und Fühlen in einer Hausgemeinschaft elternloser Kinder mit Beeinträchtigungen.

Der Debütromann der jungen österreichischen Autorin spielt in Bethlehem, nicht dem Ort in Israel, sondern einem Waisenheim, welches von zwei Schwestern geleitet wird. Der Leser lernt nach und nach die fünf Kinder/Jugendlichen mit ihren unterschiedlichen Behinderungen kennen, ohne dass die Art der Beeinträchtigung ausdrücklich benannt wird. Der jugendliche Ich-Erzähler Hovanes erzählt vom erzwungenen Zusammenleben im Haus und seine Gefühle und Irritationen damit. Gerne wäre er mitunter allein oder hätte eine eigene Familie. Doch es gibt auch hoffnungsvolle Kontakte außerhalb der Heimgemeinschaft für Hovanes. Da ist Lucine, ein Mädchen aus dem Dorf, oder Sandro, der Gastarbeiter aus Italien, mit denen eine vorsichtige Annäherung gelingt. Neben der Innensicht von Hovanes gibt es noch Anas Erfahrungen, eine junge Journalistikstudentin, die über das Heim einen Artikel schreiben möchte. 

Geeignet für: Beeindruckende Geschichte, mit viel Kenntnis und Einfühlungsvermögen erzählt, die ihren Spannungsbogen bis zur Auflösung des Unglücksereignises hält. Verdient besondere Beachtung!

Bewertung: 3/3 

Rezension von: 
Karin Steinfeld-Bartelt


Altersempfehlungab 12 Jahre
Preisgeb.: 17,90 EUR
Erscheinungsjahr2013
OriginalspracheDeutsch
Übersetzer:in--
VerlagWiener Dom
Seitenzahl176 S.
ISBN978-3-85351-248-7
SignaturJu 3
SchlagworteWaisenhaus / Behinderung / Familie / Ev. Buchpreis