Weg mit den Schweinchen

Kreative Impulse zum Bilderbuch zu den Themen Toleranz, Nachbarschaft, Anderssein, Freundschaft. 
Erarbeitet von Christopher Krieghoff und Helena Schäuble.

Zielgruppe: 

Für Kinder ab drei Jahren. 

Kurze Einführung in das Buch: 

Der Wolf lebt bislang alleine im Wald. Er liebt sein geregeltes Leben und mag es, einen Plan für den Tag zu haben. Doch eines Morgens im Herbst wird er von lautem Getöse geweckt. Nebenan auf der Lichtung leben auf einmal drei seltsame Schweine, die noch dazu sehr laut sind. Das gefällt dem Wolf überhaupt nicht und er überlegt, wie er diese Vierbeiner wieder loswerden kann. Da er aber die Schweinesprache nicht versteht und die Schweine nicht die Wolfssprache, ist das Chaos vorprogrammiert. Am Ende aber kommt es gar nicht so schlimm wie befürchtet, sondern ganz anders.

Zum Nachdenken und darüber sprechen: 

  • Das Buch heißt „Weg mit den Schweinchen“. Bevor ihr das Buch lest, schaut euch das Titelbild des Buches an und überlegt: Wer möchte denn, dass die Schweinchen verschwinden? Und was könnte der Grund dafür sein? Wie wirken denn die Schweinchen auf euch? Glaubt ihr, dass sie nett sind? Und was haltet ihr von dem Wolf?
  • Die Schweinchen werden die Nachbarn eines Wolfs. Was hättet ihr (eigentlich) erwartet, wie das ausgeht?
  • Warum stört es dem Wolf, dass die Schweinchen seine Nachbarn werden? Findet ihr das richtig?
  • Ist es denn schlimm, wenn man anders ist? Kann man trotzdem befreundet sein?
  • Wie fühlt sich der Wolf, als er eines Tages die Schweinchen nicht mehr sieht?
  • Warum lädt der Wolf die Schweinchen in sein Haus ein und was passiert dann?

Zum Ausprobieren und Weiterdenken: 

  • Wenn man jemand nicht so gut kennt oder auch seine Sprache nicht richtig versteht, kann es zu Missverständnissen kommen. Wie kann man das ändern?
  • In eurer Kita gibt es bestimmt Kinder, die noch eine andere Sprache sprechen. Versucht mal zu raten, was diese Kinder in ihrer Sprache sagen.

Basteln / Aktionen: 

  • Macht ein Plakat mit weiteren Tieren (ihr könnt malen oder eine Collage aus ausgeschnittenen Tieren gestalten), die auch noch in die Nachbarschaft des Wolfes, der Schweinchen und der Enten ziehen könnten. Dieses Plakat könnt ihr in eurem Gruppenraum aufhängen.
  • Der Wolf geht mit den Schweinchen in den Wald, und zeigt ihnen viele Plätze, wo sie wohnen könnten. Macht ein Bewegungsspiel. Legt Matten oder Reifen auf den Boden, das sind die Plätze, wo man wohnen kann. Nun startet die Musik und ihr bewegt euch wie Tiere. Wenn die Musik verstummt, müsst ihr euch schnell einen Platz suchen.
  • Miteinander sprechen in Fantasiesprachen und erraten, was der andere gemeint hat.
  • Geht mal in die Bücherei und sucht nach Büchern über Wölfe. Welche Tiere leben denn normalerweise in der Nachbarschaft von Wölfen und sind sie in Wirklichkeit Freunde? 

Musik / Singen:  

https://www.youtube.com/watch?v=Hs4dOk4evlU 

Kindermutmachlied

Bibel: 

Menschliches Grundthema:

Wir Menschen sind verschieden und haben nervige und liebenswürdige Seiten. Wenn wir die liebenswürdigen liebgewinnen und die nervigen versuchen zu tolerieren, können gute Freundschaften und Nachbarschaften entstehen.

Biblisch-theologische Aspekte:

Gott hat uns alle geschaffen – mit unseren Stärken und mit unseren Schwächen und Macken (damit wir uns nicht über unsere Mitgeschöpfe überheben?).

Gott will unser Freund sein – und freut sich über unsere liebenswürdigen Seiten, hält aber auch unsere schwierigen und nervigen aus.

Gott hat uns Menschen einander gegeben, dass wir nicht alleine sind, zusammen leben, einander helfen. Auch Jesus hat mit seinen Jüngern Freundinnen und Freunde um sich gesammelt, die ihm helfen und begleiten auf seinem Weg und mit seiner Mission.

Andere Menschen sind eine Bereicherung und zugleich eine Herausforderung, weil sie anders sind als ich selber, andere Bedürfnisse und Interessen haben. Gott möchte, dass wir uns in dieser Verschiedenheit annehmen und tragen. Im Gebot der Selbst-, Nächsten- und Feindesliebe kommt das zum Ausdruck.

Ein weiteres Thema ist die Sprachenvielfalt. Die Pfingstgeschichte erzählt davon, wie Menschen sich verstehen trotz verschiedener Sprache, weil sie nun alle miteinander verbindet (über Sprache und Nationen hinweg), Kinder Gottes zu sein. 

Gebet:  

Gott, Danke für meine Freundinnen und Freunde. Es ist schön, mit ihnen zu spielen und Zeit zu verbringen. Manchmal wollen sie etwas anderes als ich. Manchmal ärgere ich mich über sie. Aber wir versuchen, uns immer wieder zu verstehen. Und es ist schön, wenn wir dann auch wieder zusammenfinden.

Manchmal kommen neue Kinder in unseren Kindergarten / bekommen wir neue Nachbarn…. Es ist schön, wenn wir uns verstehen, auch wenn sie anders sind als wir.

Auch du willst mein Freund sein. Du magst mich, wie ich bin. Selbst dann, wenn ich schlechte Laune habe und nervig bin.

Amen.


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