„Schwebende Lasten“, 2025 bei C. H. Beck erschienen, gewinnt den Evangelischen Buchpreis 2026. Diese Entscheidung gibt der Vorsitzende des Evangelischen Literaturportals, Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl, bekannt. Der Leser:innenpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird Annett Gröschner am 20. Mai um 17 Uhr im Heilig-Geist-Saal in Nürnberg verliehen.
Hanna Krause erlebt in ihrem Leben zwei Revolutionen, zwei Weltkriege, zwei Diktaturen und zwei Demokratien. Fast ein Jahrhundert deutscher Geschichte erzählt Annett Gröschner in diesem Roman anhand des Lebens einer Magdeburger Arbeiterin.
In der Begründung der siebenköpfigen Jury um Vorsitzende Stefanie Drüsedau heißt es:
„Hanna ist eine stille Heldin, keine Widerstandskämpferin, aber noch weniger eine Opportunistin. Hanna balanciert zwischen Auflehnung und Anpassung und trifft ihre Entscheidungen nicht aus ideologischen Gründen, sondern lässt sich von Menschlichkeit und Anstand leiten. Gerade darin liegt die politische Kraft des Romans, denn Gröschner zeigt, dass Geschichte nicht nur von Parolen, Systemen und Machtverhältnissen geprägt wird, sondern von vielen unsichtbaren Entscheidungen gewöhnlicher Menschen. Hanna Krause steht somit für unzählige andere Frauen, die keine Stimme erhalten.“
Die vollständige Juryegründung finden Sie hier.